„Eleven Music v2 Update... Macht das wirklich einen hörbaren Unterschied?“
Wir haben denselben Text und dieselben zwei Genres in Eleven Music v1, v2 sowie Suno v5.5 eingegeben und direkt miteinander verglichen.
Hallo zusammen, hier spricht das Sonethoor. ⚡
Im letzten Beitrag haben wir die Verbesserungen von ElevenLabs Music v2 zusammengefasst.
Heute präsentieren wir euch, wie versprochen, die direkten Ergebnisse aus der Praxis.
Mit identischen Lyrics, denselben Einstellungen und exakt gleichen Prompts haben wir v1, v2 sowie den aktuellen Standard für KI-Musik, Suno v5.5, in einem direkten Vergleich gegenübergestellt.
Um es vorwegzunehmen: Der Sprung von v1 auf v2 ist deutlich, doch gegenüber Suno v5.5 besteht weiterhin eine spürbare Lücke.
Wie genau sich das anhört, erfahrt ihr in den folgenden Hörbeispielen.
🧪 Versuchsaufbau
Text-Set (aus dem letzten Beitrag — „Lost in the static of a thousand nights…“)
2 Genres: Alternative/Indie Rock & Synthwave/Electro-Pop
3 Modelle: Eleven Music v1, Eleven Music v2, Suno v5.5
Modus: Custom (manuelle Texteingabe, identische Genre-Prompts)
🔍 Beobachtung: 'Custom'-Modus und automatische Längenanpassung
Da wir die Texte manuell eingegeben haben, gingen wir davon aus, dass die Tracklänge der Textmenge entsprechen würde.
Doch alle ElevenLabs Music-Tracks waren einheitlich etwa 3:30 Minuten lang.
Ein Blick in das ElevenLabs-Projekt offenbarte den Grund: Das Modell wiederholt die erste Strophe (Verse 1) eigenständig, um den Track aufzufüllen.
👍 Vorteil: Selbst bei kurzen Texten wird sofort ein vollständiger Song-Entwurf erstellt. Ein kurzer Refrain genügt, um einen vollwertigen Track zu erhalten.
👎 Nachteil: „Custom“ bedeutet hier nicht volle manuelle Kontrolle. Das Modell erzwingt seine eigene Songstruktur, wodurch Strophen entgegen dem eigenen Plan wiederholt werden können.
🎸 Genre 1: Alternative Rock / Indie Rock
Zuerst der Rock-Bereich. Das Zusammenspiel von Schlagzeug, Gitarren und Bass verdeutlicht die Unterschiede zwischen den Modellen am besten.
① Eleven Music v1
Die Qualität lässt hier zu wünschen übrig. Hintergrundrauschen ist präsent, und der Gesang klingt eher nach einer Lesung als nach „Rock-Vocals“.
Besonders störend ist das Gitarrenriff, das durch digitale Artefakte fast schon kratzig wirkt.
Obwohl Prompts wie driving electric guitars und gritty melodic bass verwendet wurden, fehlt dem Ergebnis die beabsichtigte Energie.
② Eleven Music v2
Hier wird der Fortschritt deutlich. Die Instrumentierung passt nun besser zum Genre, die Vocals haben einen authentischeren Rock-Ton und das Rauschen ist signifikant reduziert.
Die Unterschiede zwischen v1 und v2 innerhalb derselben Modellfamilie sind beachtlich.
Die Versprechen von „verbesserter Qualität und präziserer Umsetzung der Prompts“ sind definitiv keine leeren Marketing-Worte.
③ Suno v5.5
Im direkten Vergleich mit Suno bleibt jedoch eine Lücke.
Die Artikulation beim Gesang, die Dynamik der Gitarren und der Druck des Schlagzeugs – das ist „Profi-Demo-Niveau“.
Auch als Sonetho müssen wir fair bleiben: In diesem Genre hat Suno weiterhin die Nase vorn.
🎹 Genre 2: Synthwave / Electro-Pop
Weiter geht es mit elektronischen Sounds. Hier liegt der Fokus auf der Stimmreinheit und der Tiefe der Synthesizer.
① Eleven Music v1
Der Synthesizer-Sound wirkt flach. Obwohl ein 80er-Jahre Retro-Electro-Pop-Stil angestrebt war, klingt es eher nach einem einfachen Digital-Keyboard.
Der Gesang wirkt isoliert und fügt sich nicht organisch in den Mix ein.
② Eleven Music v2
Die Klangtiefe der Synths, der Punch der Drum-Machine und die Politur des Gesangs – alles ein deutliches Level höher.
Im Vergleich zu v1 klingt es jetzt nach einem echten Lied, und die Abstimmung zwischen Synths und Vocals ist deutlich harmonischer.
Trotzdem fehlt es hier noch an der letzten Perfektion.
③ Suno v5.5
Suno bleibt auch hier einen Schritt voraus. „Erster Entwurf“ vs. „fertiger Track“ trifft es bei v2 vs. Suno in diesem Test wohl am besten.
Ehrlich gesagt ist es auch für uns ein wenig ernüchternd, dass das Ergebnis in beiden Genres ähnlich ausfällt: Auch hier liegt Suno aktuell vorne.
🇩🇪 [Testlauf] Mein Song "Chaotic Chaos" im Vergleich
Hier ein kleiner Bonus für unsere Leser.
Einer der Songs aus meinem Musikprojekt AIVE MUSIC, „Chaotic Chaos“, wurde ursprünglich mit Suno erstellt. Ich habe nun die damaligen Stil-Prompts und Texte genommen und sie eins zu eins in Eleven Music v1 und v2 eingegeben.
Ein hervorragendes Beispiel, um zu sehen, wie unterschiedlich drei Modelle mit denselben Vorgaben arbeiten.
Verwendeter Stil-Prompt:
Hi-Fi, pristine audio, well-mixed, indie pop band, warm acoustic funk, male and female vocal duet,
groove rhythm, relaxed mood. Alternating male and female lead vocals.
Harmonized male and female dual vocals in chorus, rich M/F vocal harmony, synchronized chorus,
gentle airy female vocal tone, smooth male vocal tone, conversational vocal interplay,
funky acoustic guitar, groovy bass, crisp drums.
① Eleven Music v1
② Eleven Music v2
③ Suno (Original)
Um ehrlich zu sein: Die v1- und v2-Versionen erreichen noch nicht das gewünschte Niveau.
Die komplexe Struktur, die Genremischung und der Charakter der Stimmen aus dem Original (Suno) konnten nicht adäquat reproduziert werden.
Dies ist keine generelle Kritik an v2, sondern zeigt, wie schwierig es für aktuelle KI-Musikmodelle ist, die Nuancen eines bereits perfektionierten Songs zu rekonstruieren.
Mit simplen Genre-Prompts und Lyrics stößt man hier an Grenzen.
🎧 Gemasterte Versionen & mehr von AIVE MUSIC
Die SoundCloud-Links zeigen die rohen Suno-Tracks. Die offiziellen Versionen wurden nach dem Mixing und Mastering auf Plattformen wie Spotify und Apple Music veröffentlicht. Hört gerne mal rein!
▶️ „Chaotic Chaos“ auf Spotify hören →
🎵 AIVE MUSIC Künstlerseite → (Weitere Tracks entdecken)
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📊 Fazit — Unser ehrliches Urteil
✅ v1 → v2: Deutliche Steigerung
Stimmfarbe, Instrumentierung und Rauschunterdrückung wurden in allen Bereichen verbessert.
Das Versprechen „improved quality and better adherence to your prompt“ ist keine leere Phrase, sondern in den Ergebnissen klar messbar.
⚠️ vs. Suno v5.5: Bestehende Lücke
Suno bleibt als dediziertes Musik-Generierungsmodell weiterhin führend.
ElevenLabs Music benötigt noch etwas Zeit, um hier gleichzuziehen. Transparenz ist unsere oberste Prämisse.
💡 Der wahre Wert von ElevenLabs liegt in der Integration
Ob TTS, Voice Cloning, Soundeffekte oder Studio für Hörbücher – ein Ökosystem, in dem man Sprache, Effekte, BGM und Gesang in einem Workflow vereinen kann, ist ein Mehrwert, den Suno in dieser Tiefe nicht bietet.
Für Video-Creator, Podcaster oder Hörbuch-Produzenten ist diese Integration oft wertvoller als die reine Musikqualität. Wir werden in Zukunft noch mehr Anwendungsfälle für diesen integrierten Workflow zeigen.
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🔮 Ausblick: Genre-Wechsel im Song vs. Suno
Eine weitere Funktion von Music v2 steht im nächsten Test an: Die Fähigkeit, mitten im Song natürlich zwischen Genres zu wechseln.
Wir werden „Oper zu Heavy Metal“ und ähnliche drastische Wechsel mit demselben Text gegen Suno v5.5 antreten lassen, um zu prüfen, wer bei diesen komplexen Übergängen natürlicher klingt.
Das ist eines der Kernfeatures von v2 und verspricht ein spannender Vergleich zu werden.
Bleibt dran! 🎬
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Euer Sonethoor ⚡